Das Phänomen „Public CIO“ – und was wir heute daraus lernen können

Februar 2017

Viele unserer Nachbarn in der EU und OECD haben in den letzten Jahren die Initiative ergriffen, ihre digitalen Initiativen in einer Hand zu bündeln, vor allem um sie besser koordinieren zu können, aber auch um klare Verantwortlichkeiten zu schaffen. Dies führte vielerorts zur Schaffung der Rolle eines Chief Information Officer für den Public Sector, oder kurz „Public CIO“, und zwar auf allen Ebenen – für Bund, Länder, aber auch Großstädte (Beispiel: Wien). Doch welche Problemstellungen lösen CIOs für uns, wie unterscheiden sich ihre Rollen im internationalen Vergleich und was können wir daraus für Österreich lernen?

Weniger Bürokratie, mehr Zeit für das Baby!

Februar 2017
von Dr. Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend

Die antragslose Familienbeihilfe wurde 2015 als gemeinsames Projekt des Familien- und Finanzministeriums umgesetzt und ist seither eine Erfolgsgeschichte: Sie erleichtert den Bezug der Familienbeihilfe für rund 80.000 betroffene Familien jährlich in ganz Österreich.

Speed matters! Digitalisierung als Chance für Modernisierung, Transparenz und konkreten Nutzen

Februar 2017
von Dr. Matthias Strolz, Vorsitzender NEOS

Seit mindestens zwei Jahrzehnten sprechen wir nun vom Anbruch des digitalen Zeitalters. Ziemlich retro also, diese digitale Zukunft. Wer heute noch meint, dass mit der Digitalisierung „bald“ Herausforderungen auf unsere Gesellschaften zukommen werden, ist ein ziemlicher Spätzünder. Genau dieses Gefühl hat man mitunter, wenn man die zögerlichen Fortschritte öffentlicher Einrichtungen bei der Digitalisierung betrachtet.

„e-Voting heute in sehr sicherem Umfeld technisch möglich“

Jänner 2017
Interview mit Mag. Markus Kaiser, Geschäftsführer, Bundesrechenzentrum

„Ich wünsche mir eine klare Digitalisierungsstrategie für die öffentliche Verwaltung.“ Markus Kaiser, seit Mai 2016 an der Spitze des größten e-Government-Partners der österreichischen Bundesverwaltung mit 1,200 Mitarbeitern, 400 Applikationen und fünf Millionen Nutzern, will die digitale Agenda Österreichs mitgestalten.

Gedanken zur digitalen Transformation: Österreich 2018-23

Jänner 2017

Modernes e-Government muss zum Ziel haben, jene Erfahrungen, die Österreicher/innen tagtäglich mit Apps wie Amazon oder George Go machen, nachzubilden und auf diesen hohen Erwartungen aufzubauen. Österreich ist international in einer guten Ausgangsposition. Doch um Bürger/innen langfristig mit innovativen Lösungen für demokratische Prozesse zu begeistern und Unternehmen und damit Arbeitsplätze nachhaltig an den Standort zu binden, braucht es in Österreich heute eine digitale Transformation.

Chancen der Digitalisierung nützen

Dezember 2016
von Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres

…für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Demokratie: Die Digitalisierung und die mit ihr einhergehenden Veränderungen stellen unsere Gesellschaft vor ganz neue Herausforderungen. So wie sich permanent neue Geschäftsmodelle entwickeln, verändert sich auch die Art und Weise, wie wir arbeiten, lernen und uns fortbewegen rasant. Diese Veränderung betrifft vor allem auch unser demokratisches Staatswesen – denn aktive und informierte Bürgerinnen und Bürger stehen im Mittelpunkt einer lebendigen Demokratie. Klar ist: Digitaler Wandel braucht Gestaltung. Die entscheidende Frage für Politik und Gesellschaft lautet daher: was müssen wir verändern, um die Digitalisierung als Chance für alle zu nutzen?

Leitgedanken für e-Government in Österreich

Dezember 2016
von Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling

Die digitale Globalisierung bietet für Österreich große Wachstums- und Beschäftigungschancen, und ermöglicht Effizienzsteigerungen in der Verwaltung. e-Government-Lösungen müssen flächendeckend eingesetzt werden, um Verwaltungsabläufe effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten. Bürgernähe und Transparenz müssen gesteigert werden, ebenso die Innovation im öffentlichen Bereich. Darüber hinaus sollen Innovation im österreichischen IKT-Bereich sowie die Gründung von innovativen Jungunternehmen gefördert werden. Ich wünsche mir eine digitale Offensive zur Förderung der digitalen Wirtschaft und Gestaltung einer bürgernahen und effizienten Verwaltung, mittels folgender Maßnahmen:

Der kulturelle Rahmen für e-Government: Toleranz & Kreativität als Voraussetzung für gesellschaftliche & politische Entwicklung

November 2016
von DI Dr. Ludovit Garzik, Geschäftsführer, Rat für Forschung u. Technologieentwicklung, und Gründer, InnovationOrbit

Neue Lösungen im Bereich des e-Government setzen voraus, dass diese auch den Kriterien der Nutzungsmöglichkeit („Ease of Use“) und der Nutzungsakzeptanz („User Acceptance“) entsprechen. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, erreicht die Politik genau das Gegenteil der intendierten Effekte, nämlich die Spaltung der Gesellschaft und die Erhöhung der Gegensätze, insbesondere im Sinne des „Digital Divide“. Unter der Berücksichtigung der Maxime von Peter Drucker „Culture eats Strategy for Breakfast“ muss man vor jeder Entwicklung einer Implementierungsstrategie die kulturellen Rahmenbedingungen prüfen: Kann die Zielgruppe die erwünschten Reaktionen leisten? Ist unsere Gesellschaft bereit für die Digitalisierung? Sind wir schon in der Wissensgesellschaft angekommen? Wie nutzen wir dieses Wissen?

Macht uns das heutige e-Government-Paket wirklich fit für die Zukunft?

November 2016
Haben wir mit dem heutigen Ministerratsbeschluss die Weichen für e-Government in Österreich neu gestellt oder nur an der Oberfläche gekratzt? Was bedeuten die vorgeschlagenen Änderungen für uns konkret? Und was sind die richtigen nächsten Schritte, die es auf Grundlage internationaler Best Practices zu setzen gilt? Es gibt, so viel sei schon vorausgeschickt, viel zu tun, um unsere Chancen optimal zu nutzen…

Unternehmen als Labore für (soziale) Innovation

Oktober 2016
von Mag.a Elisabeth Mayerhofer, Geschäftsführerin Julius Raab Stiftung

Verwaltung und Innovation oder gar Politik als (gesellschaftlicher) Innovator? Viele würden diese Begriffspaarungen als sich abstoßende Pole bezeichnen. Natürlich musste sich die Verwaltung im Laufe der Geschichte immer an neue Gegebenheiten anpassen, auf die sie meistens nur reagieren konnte. Die Digitale Transformation bringt zu den üblichen Schmerzen, die anfänglich mit Veränderung verbunden sind, zusätzlich noch eine enorme Dynamik. Diese neuen Technologien bringen schnell auf einander folgende Innovationszyklen, eine disruptive Entwicklung ermöglicht die nächste. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf bestehende Hierarchien und natürlich unser Gesellschaftsmodell. Wie können Verwaltungen, die aus dem Bestreben nach Beständigkeit heraus agieren, damit umgehen? Inspiration und Best Practice Beispiele finden sich meist in der Wirtschaft…